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Als LebensOrt, wie er in unserem Sinne verstanden wird, bildet der Wohnbereich mit dem Arbeitsbereich nicht nur eine örtliche, sondern, den gemeinsamen  Bestrebungen entsprechend, auch eine inhaltliche Einheit. Denn erst die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche und das Zusammenführen vieler Einzelbestrebungen schaffen die Voraussetzungen für eine zielgerichtete Entwicklungsförderung im Sinne von Kräftebildung, Kontinuität und dem Getragen-Sein in einem sozialen Beziehungsgeflecht.Ein wesentlicher Bestandteil hierbei ist der Bereich der Arbeit.

Die Werkstatt für behinderte Menschen ist als Produzent oder Leistungsanbieter mit vielen Menschen gesellschaftlich verbunden, was gerade von Menschen mit Behinderung sinngebend und wertschätzend erlebt wird.

Daher ist…  

…Arbeit als solche für alle Menschen ein wesentlicher Bestandteil der persönlichen Entwicklung und Biographie  – ohne Tätigsein für und mit Anderen und ohne das Erleben von Sinnhaftigkeit und Wertschätzung ist eine Entwicklungsförderung nur eingeschränkt möglich.

Arbeit ist bei uns besonders auch ein sozialer Lernprozess, der es ermöglicht, dass sehr verschiedenartige und unterschiedlich schwer behinderte Menschen sich gegenseitig ergänzen, motivieren und unterstützen können und Einseitigkeiten sich so relativieren.

Arbeit oder einfach Tätigsein dient der Weiterentwicklung und dem Erhalt lebenspraktischer Fähigkeiten und bildet die Grundlage für berufliche Bildung. So geht es in der Werkstattarbeit um den Erwerb von Grundfertigkeiten, die Förderung von Arbeitsfertigkeiten und für manchen auch um das Erringen von Schlüsselqualifikationen. 

Arbeit als Dienstleistung oder im Sinne von Aufträgen für Privatkunden oder Firmen, Arbeit als Erzeugnis ist immer eine Brücke in die Gesellschaft, zu unseren Mitmenschen. Mit jedem Produkt, das wir mit Liebe durch unsere Arbeit erschaffen haben, tragen wir etwas davon zu anderen und in die Welt.