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Sichtweisen und Einsichten

Der Werkhof Am Park Schönfeld…

…ein LebensOrt für geistig behinderte Menschen?
Ein Ort für Menschen, die anders sind, die aus dem Rahmen fallen, die auffallen und andersartig erscheinen…

Wir sehen in ihnen die individuelle Persönlichkeit mit ihrer einzigartigen Prägung, mit ihrem unversehrten, geistigen Wesenkern, die uns fordert, Stellung zu beziehen, Entwicklungsräume zu schaffen, Hemmnisse abzubauen, Talente zu wecken, Vertrauen zu schenken und uns auffordert, Hilfestellung anzubieten, um mit Mut das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und ein eigenständiges Leben entwickeln zu können.

 

…ein LebensOrt an dem man lernt, seinem Innersten Ausdruck zu verleihen, auch wenn dafür oftmals die herkömmlichen Ausdrucksformen der Sprache nicht genügen, wo man aber trotzdem der sein kann, der man ist und durch den Anderen sich selbst besser verstehen lernt und wo ein jeder erfährt, wie Geben ebenso erfüllend sein kann wie Nehmen. Hier kann ein jeder

  • Freunde finden, die einen begleiten und stützen
  • das Leben erobern trotz aller Einschränkungen und Hindernisse
  • singen, als gäbe es keine Zuhörer
  • lachen, als gäbe es keine Traurigkeit
  • traurig sein und sich gehalten fühlen
  • im inneren Chaos Geborgenheit finden…
 

...ein LebensOrt für alle Menschen, die sich mit ihren Fähigkeiten an die Arbeit machen, die offenen Sinnes und Herzens sich den Aufgaben des Lebens stellen und sich auf die Suche machen nach den eigenen Ressourcen und Herausforderungen, die aber auch anderen den Raum lassen, ihre Fähigkeiten aufzuspüren, zu entwickeln und zu entfalten.

Wir wollen gemeinschaftlich an einer Tatkraft bauen, die auf Initiative, Toleranz und Vertrauen gründet und wo im Füreinander der Einzelne und durch die Einzelnen sich die Gemeinschaft entfalten kann und wo neben all den „großen Lebensthemen" oder fachlichen Auseinandersetzungen auch Humor und Frohsinn ihren Platz haben.

 

...ein LebensOrt, der für den Einen ein Neubeginn nach der Schulzeit ist, ein Weg ins Erwachsensein oder ganz einfach der Anfang für ein eigenständiges, selbstverantwortliches Leben, das auch räumlich aus dem Familienzusammenhang herauswächst und wo das „Hier" mehr und mehr als Heimat erlebt wird.

...für den Anderen bereits langjähriges Zuhause und Lebensmittelpunkt, ein Ort der Ruhe und des Angekommenseins, der „Angelpunkt" der Biographie und ebenso der Ort, an dem er auch im Alter und bei evtl. Pflege bis zu seinem Tod bleiben kann, eingebunden in tragende und gefestigte Beziehungen.

 

...ein LebensOrt einer ganzen Gemeinschaft, wo in verschiedenen Gruppierungen und Wohnformen die unterschiedlichsten Menschen sich zusammenfinden und auch der Schwächste seinen Platz und die für ihn notwendige unterstützende und fördernde Begleitung erfährt.

Aber auch diejenigen, die schon eine gewisse Selbstständigkeit errungen und erprobt haben, finden in Appartements bzw. kleinen Wohneinheiten den dafür geeigneten Lebensraum, um zu weiterer Selbstständigkeit und Eigenverantwortung begleitet zu werden... bis vielleicht auch sie die Kompetenzen entwickelt haben, die für ein „Ambulant Betreutes Wohnen", für ein weitgehend autonomes Leben notwendig sind.

 

...ein LebensOrt, der auf klaren und lebendigen Rhythmen gründet, wo die Tage der Woche mit einem gemeinsamen Morgenkreis beginnen und ein hygienischer Wechsel zwischen Anforderung und Entspannung gelebt wird, eine gute Ernährung wichtig ist und man im Kreislauf des Jahres Feste feiert, wo man sich Zeiten der Besinnung und Andacht schafft - sei es ein Tischspruch oder Abendgebet - und jeder auch den individuellen Raum für vielerlei Freizeitaktivitäten oder ein persönliches Gespräch findet, wo die jeweilige Religion keine Grenzen schafft, sondern neue Räume eröffnet und kulturelle Veranstaltungen auch am Ort organisiert werden.